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Jimdo - Pages to the People!

Der Brio-Flash

 

 

Ich hatte gerade das große Vergnügen, zwei Tage in Dublin auf der diesjährigen Brio-Konferenz verbringen zu dürfen. Alle Freunde und Kollegen, denen ich hinterher davon berichtet habe, meinten: “Fridel, du bist ja total geflasht!” Stimmt. Die Brio ist nämlich eine Konferenz, die eigentlich keine ist. Die Organisatoren spielen mit den Elementen einer Konferenz, schaffen mit lauter kreativen Ideen die Rahmenbedingungen für zwei Tage voller Austausch und Kommunikation und lassen die Leute dann das daraus machen, was es am Ende war: ein großartiges Erlebnis. Und durch das Gefühl, das Ganze selbst mit gestaltet zu haben, macht es umso besonderer.

 

“A personal event about business”

Die ca. 50 Teilnehmer der Brio waren - mich eingeschlossen - von Anfang an begeistert und beeindruckt: Die Brio fand im historischen Mansion House von Dublin statt, in dem 1919 die Unabhängigkeit des Landes erklärt wurde.

 

Die Brio-Macher Paul und Adam hatten sich wirklich wahnsinnig viel Mühe gegeben, ein Umfeld für Kommunikation und super Stimmung zu schaffen. Es fing schon damit an, dass jeder an seinem Platz ein kleines Notizbuch fand. Wir saßen an acht großen runden Tischen, deren Sitzkonstellation nach jedem Talk gewechselt wurde. Das Notizbuch ließ man liegen, sodass der nächste an diesem Platz für einen weitere Notizen machen konnte. Am Ende hatte also tatsächlich jeder völlig Konferenz-untypisch mal mit jedem der anderen Teilnehmer geredet, und sich außerdem Nachrichten und Kommentare geschrieben.

 

Für einen Überraschungsmoment sorgte auch noch die Aktion, die Teilnehmer in kleinen Gruppen während der laufenden Veranstaltung aus dem Saal zu rufen. Wir durften hinterher keinem der anderen erzählen, warum und wohin wir auf einmal 1,5 Stunden verschwunden waren - denn am Ende war jeder mal dran. Was mit den Gruppen passierte? Sie kamen in den Genuss einer exklusiven Führung durch die Universität von Dublin, dem Trinity College. Was für eine Idee...

 

Talks & People

Klar, so eine Veranstaltung lebt nicht nur von den Rahmenbedingungen, sondern auch von der Auswahl der Teilnehmer. Auch hier hatten die Veranstalter einen - wie ich persönlich finde - unglaublich guten Job gemacht. Hier mischten sich Gründer, Designer, Musiker und Programmierer... Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, aber mit ähnlichen Einstellungen zum Leben, zur Arbeit und so weiter.

 

So verschieden die Menschen waren, so breit gefächert waren auch die einzelnen Talk-Sessions. Ich habe abends in einer kleineren Runde die Jimdo-Story erzählt und großartiges Feedback erhalten. Jemand hat mir sogar in mein Notizbuch geschrieben, es sollte ‘mehr solche Firmen geben wie Jimdo”. Am meisten beeindruckt war ich selbst vom “Independance Talk” von Andy Baio.

 

Den Ablauf der Konferenz kann man mit dem Ritual beim Sushi essen vergleichen, zwischen jedem Happen ein Stück Ingwer zum Neutralisieren einzuschieben. Bei der Brio wurde darauf gesetzt, nach jedem Talk erst den anderen Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, selbst noch Gedanken oder ein paar Worte zum jeweiligen Talk beizusteuern, danach wurde mit einer musikalischen Live-Einlage das Gehirn wieder zu alter Frische “zurück neutralisiert”. Ob die Veranstalter sich selbst ans Klavier setzten oder ob großartige Bands auf die Bühne kamen - selbst zwischen den Talks war die Brio ein Erlebnis.

 

“Let go for the Flow”

Um diesen ganzen Brio-Flash zusammenzufassen, braucht es mehr als einen Satz. Die Menschen, die persönlichen Erfahrungen, die spannenden Talks, das positive Feedback... Alles ganz schön überwältigend. Ich fühle mich immer noch privilegiert, Teil dieser Konferenz gewesen zu sein - und ich bin mit dem Gefühl nach Hause gefahren, einen kleinen Teil dazu beizutragen, die Welt (wenn auch ‘nur’ in meinem Jimdo-Mikrokosmos) ein Stück besser zu machen und Leuten einen anderen, besseren Arbeitsplatz bieten zu können.

 

Während der Brio-Konferenz fiel mir auch eine Parallele zu unserer Unternehmenskultur bei Jimdo auf: Auch bei uns im Unternehmen versuchen wir, möglichst gute Rahmenbedingungen zu schaffen und dann auf die Leute zu vertrauen, dass sie in diesem Umfeld was geiles schaffen. Was genau, liegt an den Leuten selbst, aber um es zu erreichen, muss man loslassen und einfach laufen lassen. Genau das haben die Brio-Veranstalter gemacht und geschafft. Und das Gefühl, einen Teil beigetragen zu haben, diese Veranstaltung zu genau dem zu machen, was sie im Endeffekt war, ist extrem gut. Auf das nächste Mal!!

 

 

Bilder: Jimdo

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Comments: 1
  • #1

    rob (Monday, 22 April 2013 16:33)

    Ich bin ja ein großer Freund der Semco-Story. Dort ist alles erprobt und festgehalten worden. Es trauen sich nur wenige Unternehmer, das nachzumachen.