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Jimdo - Pages to the People!

Angst vor Veränderung?

 

 

Alles ist ständig in Bewegung. Wir wissen es. Für ein Internet-Unternehmen wie unseres ist das wahrscheinlich noch offensichtlicher als für Firmen aus anderen Branchen. Schließlich ist das Internet gewissermaßen ein Pseudonym für permanente Veränderung. Neue Technologien, Trends, Browser und immer neue Devices.

 

Für uns heißt das: In der Entwicklung wird schon längst nicht mehr das ganze Projekt, sondern nur der kleine und aktuell relevante Teil geplant. Agile Vorgehensweise ist unser Motto. Noch dazu sind wir eigentlich keine deutsche Firma mehr: wir bieten unser System in 11 verschiedenen Sprachversionen an – wir selbst und unsere Kunden sind so viele Menschen aus ganz verschiedenen Kulturen.

 

Klar, dass da jeder bei Jimdo ständig für Veränderungen offen sein muss. Doch ganz so einfach ist es nicht. Wenn sich Arbeiten gerade so gut und vertraut anfühlt, dann fällt es schwer, das Vertraute loszulassen und wieder zu verändern. Es könnte ja schließlich auch schlechter werden, oder?

 

Die meisten von uns haben Angst vor Veränderungen. Es liegt in unserer Natur – wir haben eher Angst, wir könnten etwas Gewohntes verlieren als etwas Neues gewinnen. Diese Angst in den Griff zu bekommen und sein Arbeiten immer wieder zu hinterfragen ist verdammt schwer. Doch genau das ist unabdingbar, wenn sich da draußen alles bewegt und man mit dem schnelllebigen Markt mithalten will.

 

Die Frage ist also: "Wie nimmt man sich selbst und anderen die Angst vor Veränderung?"

 

Um diese Angst vor Veränderung zu verlieren, braucht man Vertrauen. In sich selbst und in die Menschen, mit denen man zusammen arbeitet. Und man braucht einige konstante Ankerpunkte.

 

Veränderung vs. Konstanz - ein Widerspruch?

Wenn man so viel Änderungsbereitschaft einfordert wie wir bei Jimdo von uns selbst und unserem Team, dann muss man auf der anderen Seite auch für Sicherheit sorgen. Ohne Vertrauen und Rückhalt können wir uns nicht so einfach ins scheinbar Ungewisse stürzen.

 

Rückblickend kann ich heute erkennen, welche Konstanten uns bei Jimdo immer den nötigen Rückhalt gegeben haben: Nämlich unsere Kultur und unsere gemeinsamen Werte. Egal, wie sich unsere Aufgaben auch immer im Laufe der Jahre verändert haben, was wir loslassen und neu anpacken mussten – auf einige Grundbausteine unserer Unternehmenskultur konnten und können wir stets bauen.

 

Stimmung und Gemeinschaftsgefühl

Ob wir nun zu dritt auf dem Bauernhof gehockt und Jimdo entwickelt haben oder jetzt mit 100 Leuten zur Sommerparty eine Barkasse stürmen. Auf die Stimmung bei Jimdo ist Verlass. Ich gehe immer noch jeden Tag gerne zur Arbeit und freue mich auf das Team.

 

Man lacht zusammen.

Wir wollen alle etwas verändern und Jimdo nach vorne rocken - die Zeit für Spaß haben wir aber trotzdem. Und oft ist es ja auch so, dass die besten Ideen tatsächlich aus Spaß heraus geboren werden.

 

Man passt aufeinander auf.

„Wie geht's dir?“ ist öfter gesagt als gemeint. Wir wollen jedoch mit offenen Augen und Ohren durch das Unternehmen gehen und genau das vermeiden. Wirklich hinhören und sich andersrum auch wirklich ernst genommen und verstanden fühlen – so läuft der Hase hier.

 

Wir unternehmen was

Ob wir nun zusammen nach Cuxhaven auf einen Sprint fahren, abends noch ein Bier zusammen trinken gehen, zur alljährlichen Jimdo-Klassenfahrt ein Riesen-Zeltlager im Garten aufschlagen, Barkassen entern, weil wir gemeinsam ein Ziel erreicht haben oder ob wir drei Gründer einfach mal wieder ein Wochenende zusammen in die Berge fahren... Langweilig wird es bei so viel Gemeinschaftssinn zum Glück nie.

 

Feedback geben und nehmen

Ehrliche und respektvolle Kommunikation ist uns wichtig. Wir können uns darauf verlassen, dass hier Dinge ehrlich ausgesprochen werden, wenn sie nicht gut laufen. Damals mit dem Gründerteam genauso wie heute mit 140 Mann. Und damit es weiterhin so bleibt, lernt hier jeder in Feedback-Schulungen, wie es geht – während in anderen Unternehmen vielleicht nur Führungskräfte dafür zuständig sind.

 

Ich glaube ich verstehe erst jetzt, wie wichtig diese scheinbar ganz simplen Punkte für den Aufbau und die Veränderung von Jimdo waren und garantiert auch weiterhin sein werden.

 

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Comments: 6
  • #1

    Lena Kautzner (Tuesday, 26 February 2013 14:48)

    hab nochimmer angst :-)
    aber ich machs trotzdem. mal schaun wo es mich hinbringt.

  • #2

    Alexander (Tuesday, 26 February 2013 14:56)

    Ich wage auch den Schritt. Ich mache mir aber keine Sorgen und lasse alles auf mich zukommen. Weiter geht es auch. Wichtig für mich ist, raus aus dem Hamsterrad und rein ins Ich. Meine Ideen und Kreativität leben, von denen und der ich weiß, dass sie gut sind. Die Welt werden sie wahrscheinlich nicht verändern, mein Leben aber positiv.

  • #3

    Jörn Hendrik Ast (Tuesday, 26 February 2013 15:06)

    - Ungutes Gefühl im Magen, ständige Unsicherheit ob's die richtige Entscheidung war: ca. 1.-2. Woche.

    - Entscheidung treffen und versuchen drüber zu stehen, Hochgefühl und Optimismus, ich schaffe es Tschakka: 3. Woche

    - Wieder Zweifel, ganz viel mit anderen sprechen, in der Hoffnung motiviert zu werden es doch zu tun, Gruppenzwang nutzen: 4. Woche

    - Wut, Verzweiflung, Reflex alles hinzuschmeißen: 5. Woche

    - Einlenken "höherer Instanzen" (Freundin, Mutter, bester Freund). Akzeptanz (oft unter Tränen): 6. Woche

    - es bleibt keine Zeit mehr, man muss es tun, man macht es, gewöhnt sich schnell, durchlebt alle Phasen erneut aber bleibt beim Hochgefühl hängen, geschaft: 7. Woche

  • #4

    KHAFFEE ® (Tuesday, 26 February 2013 17:53)

    :) Jemand hat es einmal gesagt : (wer war es??? Antworten bitte an info@khaffee.de :)

    Das, was schon einmal ein anderer Mensch erreicht hat, kann ich auch erreichen :)

    Das gewisse Kribbeln im Bauch ist immer da vor einer Veränderung. Zumindest bei mir. Aber was soll´s? Wann dann, wenn nicht jetzt? Wir Alle haben ja nur ein Leben auf der Erde :) Na gut, wenn man als Ameise wiedergeboren wird, hat man dann ja ganz andere Herausforderungen ! :)


    Liebe Grüße an Euch :)

  • #5

    Walter (Wednesday, 27 February 2013 06:51)

    Weiter so. Mir gefällt eure lockere aber zu Erlösungen Art.

  • #6

    Dennis (Monday, 04 March 2013 17:42)

    „Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.“
    Georg Christoph Lichtenberg